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Dillinger Hütte und der Stahl-Holding-Saar
Neue Erkenntnisse zur Razzia bei der Dillinger Hütte

Dillingen. Bei den Durchsuchungen bei der Dillinger Hütte und der Stahl-Holding-Saar (SHS) am vergangenen Dienstag geht es nach Informationen der Saarbrücker Zeitung um Projekte aus den Jahren 2013 und 2015. Demnach gab es offensichtlich bei den Bauprojekten für das Fundament einer Rohrbrücke ebenso wie für den Neubau eines Waschplatzes Preisabsprachen zwischen zwei Anbietern sowie einem Mitarbeiter in der Neubau-Abteilung der Dillinger Hütte. Betroffen sind angeblich die Firmen Saar-Ingenieurbau - ein Unternehmen, das sich mittlerweile in Liquidation befindet, sowie die Firma Hochtief Solutions in Saarbrücken. jwo/mju

Vergangenen Dienstag hatte das Bundeskartellamt in Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Saarbrücken Büros der Dillinger Hütte sowie deren Konzernmutter SHS durchsucht. Außerdem gab es auch Durchsuchungen in mehreren Privatwohnungen. Nach Angaben des Kartellamts geht es bei den Untersuchungen um sogenannten Submissionsbetrug. Dabei sprechen die Bieter bei einer Ausschreibung ihre Angebotspreise mit Mitarbeitern des Unternehmens ab.

Eine Sprecherin der Dillinger Hütte sowie der Stahl-Holding-Saar teilte gestern mit, dass sich die Unternehmen wegen der laufenden Ermittlungen durch die Behörden nicht weiter zu den Fällen äußern könnten.