Saarbrücker Altstadtfest mit einigen Neuheiten

Saarbrücken. Aktuelle Chart-Größen wie Stanfour und Mighty Oaks auf den Bühnen, Straßenmusikanten, die über das gesamte Festgelände ziehen,und ein Tanzwettbewerb für Jugendliche - beim "Saarbrücker Altstadtfest" soll es 2017 einige Neuheiten geben. Das kündigten die Macher gestern bei der Programmvorstellung an. Die 43. Ausgabe steigt von Freitag bis Sonntag, 23. bis 25. Juni in der Landeshauptstadt. Über 200 000 Besucher werden erwartet. von Marko Völkemehr

Linke kritisiert Durchsuchung bei Windkraft-Gegnern

Saarbrücken. Die Linke im Landtag hält die Razzia bei Michael Marx, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) gegen Windkraft in Lautenbach, für einen "sehr fragwürdigen Vorgang". Am vergangenen Donnerstag hatte die Polizei Wohnung und Büro von Marx durchsucht (die SZ berichtete). Ihm wird Beihilfe zum Geheimnisverrat vorgeworfen. Hintergrund sind Ermittlungen gegen Daniel Hoffmann, Ex-Mitarbeiter des Umweltministeriums, dem Geheimnisverrat vorgeworfen wird. Er soll interne Protokolle zur Windenergie an Marx weitergegeben haben. von Nora Ernstmehr

Landtag hat künftig drei Vizepräsidenten

Saarbrücken. Der Saar-Landtag wird künftig drei statt zwei Vizepräsidenten haben: Neben Präsident Klaus Meiser (CDU) Isolde Ries (SPD), Barbara Spaniol (Linke) und Günter Heinrich (CDU). Nach der alten Geschäftsordnung des Landtags hätte der Linken aufgrund ihres Wahlergebnisses das Amt nicht zugestanden. Künftig soll es der stärksten Oppositionsfraktion, also der Linken, ermöglicht werden, einen Vizepräsidenten zu stellen. Das bringt Mehrkosten mit sich: Ein Vizepräsident erhält das Anderthalbfache einer Abgeordneten-Diät. Jochen Flackus (Linke) betonte, die Linke lege Wert darauf, im erweiterten Präsidium vertreten zu sein, weil dort wichtige Themen diskutiert würden. Dass die CDU zugunsten der Linken verzichtet, hält Stefan Pauluhn (SPD) angesichts des CDU-Wahlergebnisses für "nicht einsehbar". Auch Peter Strobel (CDU) sagte, es gebe für die CDU keinen Grund zu verzichten. von Nora Ernstmehr

Anklage gegen Ex-Bürgermeister

Mettlach. Die Immobilien-Affäre um das Flüchtlingsheim und ehemalige Hotel "Auf Kappelt" in Saarhölzbach, die zum Rücktritt des früheren Mettlacher SPD-Bürgermeisters Carsten Wiemann führte, wird voraussichtlich vor dem Landgericht Saarbrücken neu aufgerollt. Nach zuverlässigen Informationen der Saarbrücker Zeitung aus Justizkreisen hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Vorteilsnahme gegen Wiemann, der zum Tatzeitpunkt Amtsträger war, erhoben. Als amtierender Bürgermeister soll er im Oktober 2015 Mietangebote des früheren Eigentümers abgelehnt haben, um dann wenige Wochen später der Immobilienfirma Grüner Kreis Immobilien (GKI) die Anmietung des Objektes zu versichern. Die Ermittler gehen wohl von einem gemeinsamen Immobiliengeschäft dreier Parteigenossen aus. Zumindest kurzzeitig war Wiemanns Ehefrau als Gesellschafterin der GmbH eingetragen. Der Ex-SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Georg-Stritter, Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse Merzig-Wadern, die das Geschäft voll finanziert hat, und Markus Rausch, Rechtsanwalt und früherer SPD-Fraktionschef im Mettlacher Gemeinderat, sollen sich vor der Wirtschaftstrafkammer wegen Vorteilsgewährung verantworten. Rausch wird zudem so genannter Gründungsschwindel vorgeworfen. Er hat angeblich in Berlin die Grüner Kreis Immobilien GmbH gegründet und dabei eine falsche Firmenanschrift angegeben. Zudem soll er dem Handelsregister erklärt haben, das Stammkapital der Gesellschaft sei bereits eingezahlt, was wohl nicht zutraf. von Michael Jungmannmehr

Landeselterninitiative steht hinter Minister-Erlass

Saarbrücken. Der der SPD nahestehende Verein Landeselterninitiative für Bildung befürwortet den Leistungsbewertungserlass des Schulministers Ulrich Commerçon (SPD). Er bringe den überfälligen Perspektivwechsel von einer defizitorientierten Betrachtung hin zur Würdigung der Schülerstärken. Dass Klassenarbeiten, Referate, Lerntagebücher oder Projektarbeiten gleichwertig beurteilt werden sollen, werde der Vielfalt der Schüler gerecht. von redmehr

Theis bleibt vorerst Generalsekretär der CDU

Saarbrücken. Roland Theis, neuer Staatssekretär für Justiz und Europa, behält sein Amt als Generalsekretär der Saar-CDU vorerst. Laut CDU-Fraktionsvize Peter Strobel soll Theis für die CDU den Bundestagswahlkampf mitorganisieren, wenn auch "nicht in der ersten Reihe". Nach der Wahl werde man einen Nachfolger benennen. SPD-Fraktionschef Stefan Pauluhn sagte, ein Generalsekretär sei die "Speerspitze" einer Partei bei politischen Debatten. Deshalb sollte man sich gut überlegen, ob beide Ämter zusammenpassen. Reinhold Jost hatte sein Amt als SPD-Generalsekretär niedergelegt, als er 2014 Umweltminister wurde. von Nora Ernstmehr

Zauberer aus der ganzen Welt messen sich in Saarbrücken

Saarbrücken. In den Harry-Potter-Filmen gehörte die Hogwarts-Zauber-Schule zu den wichtigsten Schauplätzen. Für rund 700 "echte" Zauberer aus ganz Deutschland und aller Welt ist dagegen Saarbrücken in den nächsten Tagen eine Zauber-Hochburg. Denn vom Himmelfahrtstag bis 28. Mai wird in der Congresshalle erstmals die Deutsche Meisterschaft der Zauberkunst (Magica) ausgetragen. Organisiert wird das Festival von zwei saarländischen Kollegen: Markus Lenzen und Maxim Maurice, der mit bürgerlichem Namen Philipp Daub heißt. "Wir sind sehr stolz, dass die ganze Szene hierher kommt", sagten sie der SZ. von Marko Völkemehr

Auf dem Spielplatz den Bergbau erleben

Reden. Sehen, staunen und spielen, das können jetzt Kinder und ihre Eltern auf der Redener Bergmannsalm. Die Halde ist um eine weitere Bereicherung gewachsen. Am Samstag wurde ein thematischer Spielplatz auf dem Haldenplateau eingeweiht. Der Spielplatz "Bergwerk" ist den realen ehemaligen Bergwerken nachempfunden. Da gibt es Klettertürme, die einem Förderturm ähneln, Röhrenrutschen, über die die Kohle gefördert wurde, oder Klettergerüste und Wände, wo man sich auch mal klein machen muss wie unter Tage im Stollen. Loren auf Schienen führen um das gesamte Spiel-Areal. "Der Fantasie der Kinder sind hier keine Grenzen gesetzt", sagte der Standortmanager am Erlebnisort Reden, Heinz- Peter Klein. Landrat Sören Meng (SPD) sagte: "Spielerisch werden die Kinder an die Bergbaugeschichte in unserer Region erinnert." Und der Schiffweiler Bürgermeister, Markus Fuchs (SPD), hält den außergewöhnlichen Spielplatz für "eine Bereicherung für die Halde". Er mache sie für Familien noch attraktiver. von Jörg Jacobimehr

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Es braucht mehr Biss für die Halberg-Open-Air-Rettung

Es ziehen zwar jährlich Zehntausende zum Halberg, um dort eine große Schüler-Ferien-Party zu feiern. Wenn es aber darum geht, für dieses herausragende Open Air zu kämpfen, bleiben die Jugendlichen auf dem heimischen Sofa liegen. Ob jedoch das Klicken auf den Daumen-Runter-Knopf in einem sozialen Medium oder die Teilnahme an einer Internet-Petition die Entscheidungsträger beeindruckt, ist fraglich. Eine lautstarke Demo vorm Rundfunkrat könnte den SR-Gewaltigen die Sinne schärfen - auf der Suche nach dem Rettungsanker. mehr

Ein sehr lebendiger Chor: die VielHarmonie. Foto: Becker

Die VielHarmonie widersetzt sich dem Chor-Sterben

St Wendel. Allerorten im Land wird das Chor-Sterben beklagt, doch die VielHarmonie stemmt sich erfolgreich gegen diese Entwicklung. Der im Jahr 2000 gegründete Verein engagiert sich stark in der Nachwuchsarbeit. Zugleich möchte er den Chorgesang als ein Stück dörfliches Kulturgut für künftige Generationen bewahren. "Wir arbeiten hart daran, dem Chorgesang im St. Wendeler Land eine Zukunft zu geben", erklärt der Vereinsvorsitzende Thomas Becker. Für den Chor-Nachwuchs bietet der Verein einen Musikgarten, in dem die Jüngsten an die Musik mit Singen, Tanzen und dem Spielen von Musikinstrumenten herangeführt werden. Darauf aufbauend lernen Kinder ab vier Jahren bei den VielHarmonie-Zwergen langsam das einstimmige Singen. Die Zwerge können dann zu den Jungen VielHarmonikern wechseln, einem Auftritts-Chor für junge Menschen zwischen zehn und 15 Jahren. Aktuell zählt der Chor VielHarmonie rund 150 Mitglieder. von Benjamin Rannenbergmehr

Pfadfinder aus Überzeugung: die Tscherkessen. Foto: BdP Tscherkessen

Die Tscherkessen wollen für die Natur begeistern

Saarbrücken. Der Stamm Tscherkessen im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) möchte junge Menschen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren für die Natur begeistern und nebenbei deren soziale Fähigkeiten stärken. Dafür übernehmen zehn ehrenamtlich engagierte Gruppenleiter im Stamm die Verantwortung für vier ältere und zwei jüngere Kinder- und Jugendgruppen. Im Zentrum der ehrenamtlichen Arbeit steht die Gestaltung der wöchentlichen Gruppenstunden, zusätzlich organisiert das Team Zeltlager und Fahrten. von Benjamin Rannenbergmehr

Geschickt im Organisieren: das Liturgie-Team. Foto: R. Moser

Das Liturgie-Team engagiert sich für Bedürftige

Saarbrücken. Das Liturgie-Team der Basilika St. Johann engagiert sich für bedürftige Menschen und soziale Projekte im Saarland. Seit fünf Jahren organisiert das Team verschiedene Veranstaltungen und Aktionen. Neben liturgischen Veranstaltungen wie etwa der Frühjahrswallfahrt, Andachten und der Pfingstvigil (Abend vor Pfingstsonntag) liegt ein Schwerpunkt auf der karitativen Seite. An großen kirchlichen Feiertagen organisiert, kocht und backt das Team für die Pfarrei St. Johann. Hinzu kommt, dass die zehn Mitglieder des Teams am Ostersonntag Blumen verkaufen und Feste organisieren. Vom Erlös dieser Veranstaltungen finanziert das Liturgie-Team einmal im Jahr die "Tafel der Barmherzigkeit". "Das ist keine Massenabfertigung, sondern da kommen auch Gottesdienstbesucher mit den Bedürftigen ins Gespräch", sagt der Sprecher des Teams, Marc Peter Oster. Den Überschuss spendet das Team an soziale Projekte wie die St. Johanner Flüchtlingshilfe. von Benjamin Rannenbergmehr

Gewerkschaft spricht sich für kostenlose Kitas aus

Saarbrücken. Die Ankündigung der Landesregierung, die Elternbeiträge für Kitas zwischen 2019 und 2022 um 25 Prozent senken zu wollen, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) als einen ersten Schritt gewürdigt. "Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass mit der Absenkung direkt begonnen worden wäre und am Ende der fünf Jahre eine hundertprozentige Beitragsfreiheit steht", sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende Andreas Sanchez Haselberger. "Rheinland-Pfalz macht vor, dass es geht." Die GEW halte es für notwendig, dass das Kooperationsverbot in der Bildung fällt, damit der Bund dem Saarland Geld für Bildungsausgaben geben kann. "Wir begrüßen, dass die Landesregierung sich weiter dafür einsetzen will, dass das Verbot kippt", sagt Sanchez Haselberger. von Ute Kirchmehr

Linke und Grüne begrüßen Lorigs Rückzug

Saarbrücken. Nach der Ankündigung des Völklinger Oberbürgermeisters Klaus Lorig (CDU), im Mai 2018 abzutreten, haben Grüne und Linke Lorigs Entscheidung begrüßt. Vor dem Hintergrund der Vorgänge um die Fischzucht und die Stadtwerke hätte Lorig diese Konsequenzen schon viel früher ziehen müssen, erklärte Markus Tressel, Bundestagsabgeordneter und Landesvorsitzender der Grünen. Die Landesvorsitzende der Saar-Linken Astrid Schramm sagte: "Dieser Schritt ist längst überfällig. Niemand konnte mehr verstehen, wieso einer der Hauptverantwortlichen des Steuergrabs Meeresfischzucht an seinem Amt klebt, während Mitarbeiter der Völklinger Stadtwerke aufgrund dieser Pleite ihren Job verloren haben." von redmehr

Reinhold Jost Foto: Gundelwein

Razzia bei Bürgerinitiative gegen Windkraft

Wadern/Ottweiler. Auf richterliche Anordnung haben Beamte des Kripo-Dezernates "Besondere Ermittlungen, Korruption (BEK)" bereits am Donnerstag Wohnung, Büro und Auto von Michael Marx, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) gegen Windkraft in Lautenbach, durchsucht. Dem parteilosen Ortsratsmitglied Marx (früher CDU) wird Beihilfe zum Geheimnisverrat vorgeworfen. Professor Michael Elicker, Staatsrechtslehrer und Rechtsberater der BI mit rund 1000 Anhängern, spricht nach der Razzia von "Staatsterror". Nach seinen Angaben wurden Akten und Computer beschlagnahmt, die "für die zeitkritische Arbeit des bürgerlichen Widerstandes derzeit dringend benötigt werden". von Michael Jungmannmehr

Vorwurf der Scheinbeschäftigung gegen Amtsleiter

Homburg. (pn) Der Leiter des städtischen Kulturamtes Homburg, Klaus Kell, wird verdächtigt, seine Frau zum Schein beschäftigt zu haben. In einem anonymen Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, wird Kell vorgeworfen, er habe seine Frau in der Stiftung Römermuseum, in der er Geschäftsführer ist, für ein Entgelt von 400 Euro im Monat beschäftigt, ohne dass diese je für die Stiftung oder die Stadt gearbeitet habe. Die Stadt bestätigte auf Nachfrage das Beschäftigungsverhältnis, das 2010 begonnen habe und im Sommer 2016 von Frau Kell selbst aufgekündigt worden sei. Sie sei vom Stiftungsvorstand um den damaligen Oberbürgermeister Karlheinz Schöner eingestellt worden, nicht von Kell selbst. Die geforderten Arbeitsleistungen habe sie erbracht. Im Jahr 2010 gab es in Homburg noch große Pläne für das Römermuseum in Schwarzenacker, die im Zuge des Sanierungshaushalts der Stadt aufgegeben wurden. Das Dezernat für besondere Ermittlungen und Korruption beim Landespolizeipräsidium untersucht die Vorgänge. mehr

Julian Brück und Julia Blechschmidt mit dem Siegermotiv. Foto: B&B

Plakatkunst gegen das Komasaufen

Mandelbachtal. Die Klasse 10.2 der Mandelbachtalschule in Ommersheim ist Landessieger des Malwettbewerbs "Bunt statt Blau". Der ist eine Kampagne der Krankenkasse DAK, bei der bundesweit an Schulen Motive gegen das Komasaufen gesucht werden. Die Schüler hatten den Slogan der Kampagne mit ihren Körpern nachgeformt und aus der Luft fotografiert. Sozialministerin Monika Bachmann und DAK-Vorstandschef Andreas Storm überreichten gestern in einer Feierstunde in der Mandelbachtalschule Preisgelder und Sachpreise an die Sieger. Das Plakatmotiv wird am Bundeswettbewerb teilnehmen. Platz zwei ging an Laura Volz, Celine Threm und Julia Enter von der Maximilian-Kolbe-Schule Wiebelskirchen, dritte wurde Hanna Groß von der Gemeinschaftsschule Orscholz. Einen Sonderpreis für jüngste Teilnehmer erhielten zudem Abdul Trhnab, Antoniona Fliu, Joudy Alali Maria und Victor Gabriel aus der Klasse "Deutsch als Fremdsprache" der Ganztagesgemeinschaftsschule Neunkirchen. von Frank Bredelmehr

Wieder lebenslänglich für Serienmörder in Metz

Metz. Der berüchtigte französische Serienmörder Francis Heaulme ist nun auch für einen Doppelmord an einem Zwillingspaar bei Metz verurteilt worden. Im Gegensatz zu weiteren Morden, die er gestanden hatte, hat Heaulme in der Verhandlung immer bestritten, im Jahr 1986 die beiden Acht-Jährigen, Cyril und Alexandre, im lothringischen Montigny-lès-Metz brutal umgebracht zu haben. Das glaubte ihm das Metzer Schwurgericht nicht und verhängte nach sechs Stunden andauernden Beratungen eine lebenslange Haftstrafe. Konkret ändert das für Heaulme wenig. Er sitzt bereits seit 1992 im Gefängnis, ohne Chance auf eine Freilassung. Seine Strafe verbüßt er im elsässischen Ensisheim, wo mehrere französische Serienmörder inhaftiert sind. von Hélène Maillassonmehr

Jürgen Lennartz (CDU)  Foto: Iris Maurer

Die Staatssekretäre der neuen Landesregierung

Saarbrücken. Am Nachmittag sind gestern die Staatssekretäre der neuen Landesregierung ernannt worden. Neben Jürgen Barke (SPD, Wirtschaft) und Jürgen Lennartz (CDU, Chef der Staatskanzlei) sind dies Christian Seel (CDU, Innen), Stephan Kolling (CDU, Soziales) und Roland Krämer (SPD, Umwelt). Neu im Amt sind Ulli Meyer (CDU, Finanzen), Christine Streichert-Clivot (SPD, Bildung) und Roland Theis (CDU, Justiz und Europa). Theis übernimmt auch das Amt des Europa-Bevollmächtigten des Landes. von Johannes Schleuningmehr

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Starkes Votum trotz angeschlagenen Partners

Das starke Votum bei der Wiederwahl von Kramp-Karrenbauer zur Ministerpräsidentin sollte selbst Kritikern des Bündnisses ein gutes Zeichen wert sein: CDU und SPD stehen geschlossen hinter der Neuauflage ihres Projekts. Selbstverständlich ist das nicht. Die SPD, die mit dem anfänglichen Schulz-Hype ihre Fallhöhe erst richtig aufgebaut hat, schmeckt noch die bittere Enttäuschung vom Wahlabend. Die Sorge ging um, dass Parteipositionen in dem schwarz-roten Bündnis untergehen, mancher sehnte sich nach klarer Kante in der Opposition. Die Parteispitze hat es jedoch geschafft, in den eigenen Reihen zwei Erkenntnisse in Erinnerung zu rufen: Die große Koalition wurde nicht abgewählt. Und: Glaubwürdig ist Politik dann, wenn sie gemacht und nicht nur behauptet wird. CDU und SPD stehen geschlossen an einem Strang. Jetzt müssen sie aber auch kräftig gemeinsam ziehen - für das Land, nicht nur für die eigene Partei. mehr