Zeitarbeit macht viele Saarländer krank

Saarbrücken. (SZ) Zeitarbeiter werden im Saarland deutlich länger krankgeschrieben als konventionell Beschäftigte. Eine Studie der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, dass reguläre Arbeitnehmer voriges Jahr im Schnitt 17 Tage krank waren, Zeitarbeiter dagegen 27 Tage. Ursachen sieht die Kasse in den "großen psychischen und physischen Belastungen" der Zeitarbeiter, sowohl durch oft harte körperliche Arbeit als auch wegen ständiger Angst um den Job. mehr

Umweltsünden häufen sich

Osnabrück. Umwelt-Delikte wie illegale Müllentsorgung oder die Verschmutzung von Gewässern beschäftigen zunehmend die Behörden in Deutschland. 2015 erledigten die Staatsanwaltschaften 17 349 Verfahren, teilte die Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen mit. Das waren 4,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Täter hätten hohe Gewinnspannen, wenn sie etwa Sondermüll in der Natur abladen, statt ihn ordnungsgemäß zu entsorgen. Deutschland bleibe ein "Ziel organisierter krimineller Aktivitäten", so die Regierung. von Agenturmehr

Wirbel um Trump-Zitat über „schlechte“ Deutsche

Taormina. (dpa) US-Präsident Donald Trump hat mit neuer Kritik an den deutschen Export-Uberschüssen für Ärger gesorgt. Vor dem G7-Gipfel auf Sizilien hatte sich Trump bei der EU-Spitze mit den Worten "very bad" über die Handelspolitik beklagt, was Medien mit "sehr böse" oder "sehr schlecht" übersetzten. Beim Gipfel ruderte Trumps Wirtschaftsberater zurück: Der Präsident habe kein Problem mit den Deutschen, nur mit dem Handels-Überschuss. Kanzlerin Angela Merkel wies die Kritik als "nicht sachgerecht" zurück. mehr

Umweltministerin Barbara Hendricks Foto: dpa

Bundesministerium wird im Streit um Betzenhölle aktiv

Saarbrücken. In den Streit um die geplante Ansiedlung eines Globus-Markts auf dem Gelände "Betzenhölle" bei Neunkirchen hat sich jetzt das Bundesumweltministerium von Barbara Hendricks (SPD) eingeschaltet. Die Behörde bittet eine Abteilungsleiterin des Saar-Umweltministeriums und Vertreter des örtlichen Naturschutz-Zweckverbands zum klärenden Gespräch nach Bonn. Der Zweckverband will die Ansiedlung über einen Geländetausch in dem Projektgebiet erreichen . von Johannes Schleuningmehr

Deutsche wünschen sich mehr Spielstraßen

Berlin. (afp) Eine große Mehrheit der Deutschen befürwortet mehr Spielstraßen in Wohngebieten. In einer gestern veröffentlichten Befragung des Forsa-Instituts für das Deutsche Kinderhilfswerk sprachen sich 79 Prozent dafür aus, mehr verkehrsberuhigte Zonen einzurichten, damit Kinder Platz zum Spielen haben. 19 Prozent der Befragten lehnten dies ab. Zugleich plädiert eine Mehrheit dafür, einmal pro Jahr einen autofreien Sonntag einzurichten. Dann sollen Kinder überall in der Stadt und auf den Straßen spielen können. 57 Prozent finden diesen Vorschlag gut oder sehr gut, 43 Prozent halten davon nichts. mehr

Spitzenverdiener Tom Buhrow vom WDR Foto: dpa

Tom Buhrow ist bestbezahlter Intendant

Frankfurt. WDR-Intendant Tom Buhrow erhält von allen ARD-Intendanten die höchsten Bezüge. Wie aus der Anlage zu einem internen Bericht der ARD-Anstalten hervorgeht, erhielt Buhrow im vergangenen Jahr 399 000 Euro brutto und damit deutlich mehr als seine Vorgängerin Monika Piel, die 2009 noch 352 000 Euro bekommen hatte. An zweiter Stelle steht den Angaben zufolge BR-Intendant Ulrich Wilhelm mit 367 000 Euro. SR-Intendant Thomas Kleist bezog 237 000 Euro. von epdmehr

Anti-IS-Koaliton tötet Angehörige von Terroristen

Damaskus. Bei zwei Luftangriffen der US-geführten Koalition sind im Osten Syriens Aktivisten zufolge mindestens 106 Zivilisten ums Leben gekommen. Bei den Opfern handele es sich um Familien von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gestern. Mindestens 42 der Toten waren demnach Kinder. Die Raketen hätten Häuser in dem von Extremisten kontrollieren Ort Al-Majadin getroffen, hieß es. Ein Angriff habe auch einem Verwaltungsgebäude gegolten und zehn IS-Kämpfer getötet. Die meisten Todesopfer seien Syrer und Marokkaner. Den Menschenrechtlern zufolge waren sie aus der IS-Hochburg Al-Rakka nach Al-Majadin geflohen. von Agenturmehr

Ägypten fehlt noch immer ein Plan gegen den Terror

Islamistische Terroristen haben in Ägypten erneut zugeschlagen. Die Handschrift des IS ist eindeutig, auch wenn eine Bekennerbotschaft zunächst noch fehlte. Der IS hatte weitere Attacken gegen Christen angekündigt; und die USA hatten ihre Bürger diese Woche konkret vor Anschlägen in Ägypten gewarnt. Nur das Regime von Präsident Al Sisi ist weiterhin nicht bereit einzugestehen, wie groß die Terrorgefahr im ganzen Land ist und dass sie sich nicht bloß auf den Sinai beschränkt. mehr

59,5 Millionen Euro für Gutachten

DÜSSELDORF. Die Bundesregierung hat in den vergangenen drei Jahren 491 Gutachten in Auftrag gegeben und dafür 59,5 Millionen Euro bezahlt. Dies gehe aus einer Übersicht des Finanzministeriums für den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, berichtet das "Handelsblatt". Spitzenreiter bei der Vergabe ist den Angaben zufolge das Wirtschaftsministerium mit 231 Gutachten für knapp 36 Millionen Euro. Auf Platz zwei liegt das Justizministerium von Heiko Maas (SPD) mit 41 Gutachten. Die Linken-Politikerin Gesine Lötzsch kritisierte, dass nur 271 der 491 Gutachten überhaupt veröffentlicht wurden. von afpmehr

Abzug aus Incirlik rückt näher

Brüssel/Berlin. Erstmals seit fast acht Monaten dürfen Bundestagsabgeordnete wieder deutsche Soldaten in der Türkei besuchen. Die Fachleute aller Fraktionen wurden gestern darüber informiert, dass die türkische Regierung keine Einwände gegen eine Reise zum türkischen Nato-Stützpunkt Konya habe. Für den Luftwaffenstützpunkt Incirlik gibt es dagegen weiter keine Besuchserlaubnis. Damit rückt der Abzug näher. "Wenn ein Besuch deutscher Abgeordneter in Incirlik nicht möglich ist, dann gehen wir da raus", sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter. Möglicherweise wird sich der Bundestag schon nächste Woche mit dem Dauerkonflikt befassen. Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht forderte gestern den sofortigen Abzug: "In einem Land, das sich auf dem Weg in eine islamistische Diktatur befindet, haben unsere Soldaten nichts zu suchen." von Agenturmehr

Bericht: Gülen wollte Putsch

Istanbul. Ein Untersuchungsausschuss des türkischen Parlaments hält den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den eindeutigen Urheber des Putschversuches vom Juli vergangenen Jahres. Der Ausschussvorsitzende Resat Petek von der Regierungspartei AKP sagte gestern in Ankara, der Abschlussbericht des Ausschusses lasse daran keinen Zweifel zu. Unter Gülens Leitung habe dessen Bewegung den Putsch beschlossen und ausgeführt. Aus westlichen Staaten waren dagegen Zweifel an Gülens Urheberschaft geäußert worden. So hatte beispielsweise der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, im März dem "Spiegel" gesagt: "Die Türkei hat auf den verschiedensten Ebenen versucht, uns davon zu überzeugen. Das ist ihr aber bislang nicht gelungen." Gülen selber weist jede Verantwortung für den Putschversuch zurück. von Agenturmehr

Nicht nur am Ätna gibt es Ärger, sondern auch daheim

Washington. Alles hatte für Donald Trump so gut begonnen auf der ersten Auslandsreise als US-Präsident. In Saudi-Arabien genoss er einen begeisterten Empfang, und in Israel regte er eine neue Nahost-Friedensinitiative an. Doch während des europäischen Teils der Rundreise wurde der Staatschef auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sein Auftritt bei EU und Nato ließ bestehende Spannungen mit den Partnern weiter eskalieren, statt sie zu beruhigen. Gleichzeitig warten zu Hause in Washington neue Rückschläge und Enthüllungen auf den Präsidenten. von Thomas Seibertmehr

Tillerson bedauert Veröffentlichung geheimer Daten

London. US-Außenminister Rex Tillerson hat sein Bedauern über die Veröffentlichung heikler Informationen zum Terroranschlag von Manchester in den USA ausgedrückt. Sein Land übernehme die "volle Verantwortung" für das Leck, sagte Tillerson gestern bei seinem ersten Besuch in London. "Die besondere Beziehung unserer beiden Länder wird diesen bedauerlichen Vorfall sicherlich überstehen", sagte er. Das Vertrauen war zeitweise getrübt, nachdem US-Behörden den amerikanischen Medien britische Ermittlungsergebnisse zu der Terror-Attacke zugespielt hatten. von Agenturmehr

Gesundheit soll Schulfach werden

Freiburg. Der Deutsche Ärztetag spricht sich für ein eigenes Schulfach Gesundheit aus. "Kinder und Jugendliche sollen körperliche und seelische Prozesse besser verstehen", heißt es in einem Beschluss des Ärzteparlaments, das derzeit in Freiburg tagt. Gefordert wird die Einführung des Fachs "Gesundheit und Prävention" an allen Schulen ab der ersten Jahrgangsstufe bis zum Abschluss. Kritisch sehen die Mediziner die wachsende Zahl von Gesundheits-Apps: Nur wenige der digitalen Helfer könnten als seriös gelten. von knamehr

Ministerpräsidentin will Polizei im Saarland stärken

Saarbrücken. Den Schutz vor Kriminalität und Terror hat die neue schwarz-rote Regierung im Saarland zur zentralen Aufgabe erklärt. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) versprach in ihrer Regierungserklärung, die Personalzahl bei der Polizei werde ab 2021 "stabil bleiben". So könne man "in jeder Kommune einen Polizeistandort gewährleisten". Den Polizisten stellte Kramp-Karrenbauer eine deutlich bessere Ausstattung in Aussicht. Man werde zudem eine Reihe von "rechtlichen Änderungen vornehmen", um beispielsweise den Einsatz von elektronischen Fußfesseln, Video-Überwachung und automatischer Kennzeichen-Erfassung zu erleichtern. von Oliver Schwambachmehr

Militär marschiert nach Tumulten in Brasilia auf

Brasilia. (afp) Massenproteste, Tränengas, Randale im Regierungsviertel: Die wegen Korruptionsvorwürfen massiv unter Druck geratene Regierung von Präsident Michel Temer hat gestern Soldaten zum Schutz vor Demonstranten angefordert. Der an die Zeiten der Militärdiktatur erinnernde Schritt wurde nach der Eskalation eines Massenprotests tags zuvor beschlossen. Einige Demonstranten waren gewaltsam in das Landwirtschaftsministerium in der Hauptstadt Brasilia eingedrungen und hatten randaliert, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Sie hatten ein Feuer gelegt, Fotos früherer Minister verbrannt und sich Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Auch andere Ministerien wurden laut Regierung mit Steinen und Stöcken angegriffen. Wie Verteidigungsminister Raul Jungmann erklärte, wurden danach die Soldaten zum Außenministerium und zu allen weiteren Ministerien in Brasilia geschickt. Noch am Abend hob Temer den Einsatz auf, weil die Ausschreitungen in Brasília beendet worden seien. mehr

Deutsche sind zufrieden, fürchten aber die Zukunft

Berlin. (dpa) Die Deutschen sind mit ihrer wirtschaftlichen Lage großteils zufrieden: Der Anteil derer, die sich als besonders wohlhabend einschätzen, stieg von 42,1 Prozent im Jahr 2012 auf aktuell 49,1 Prozent. Das zeigt eine Wohlstandsstudie, die das Sozialforschungsinstitut Ipsos und der Zukunftsforscher Horst Opaschowski gestern vorstellten. Wohlstand bedeute für 80 Prozent der Bürger ein Leben ohne finanzielle Sorgen, hieß es. Für 70 Prozent gehöre ein sicheres Einkommen dazu. Trotz der guten Lage fürchteten sich aber viele vor der Zukunft. Nur 42 Prozent hätten keine Angst, hieß es. Die meisten sorgten sich, dass Freiheit und Frieden künftig bedroht seien. mehr

Hartz-IV-Empfänger im Saarland werden selten bestraft

Saarbrücken. Die Jobcenter im Saarland verhängen seltener Strafen wegen Hartz-IV-Verstößen als alle anderen Bundesländer. Das hat eine Recherche des Redaktions-Netzwerks Correctiv.org ergeben. Während im Saarland nur 2,3 Prozent der Hartz-IV-Empfänger mit Sanktionen belegt werden, sind es in Berlin 4,7 Prozent. Die Regionaldirektion Saar der Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass die Saarländer gesetzestreuer sind. von Sz-Redakturmatthias Zimmermannmehr

Deutsche sind zufrieden, fürchten aber die Zukunft

Berlin. (dpa) Die Deutschen sind mit ihrer wirtschaftlichen Lage großteils zufrieden: Der Anteil derer, die sich als besonders wohlhabend einschätzen, stieg von 42,1 Prozent im Jahr 2012 auf aktuell 49,1 Prozent. Das ergab eine Wohlstandsstudie, die das Sozialforschungsinstitut Ipsos und der Zukunftsforscher Horst Opaschowski gestern vorstellten. Wohlstand bedeute für 80 Prozent der Bürger ein Leben ohne finanzielle Sorgen, hieß es. Für 70 Prozent gehöre ein sicheres Einkommen dazu. Trotz der guten Lage fürchteten sich aber viele vor der Zukunft. Nur 42 Prozent hätten keine Angst, hieß es. Die meisten sorgten sich, dass Freiheit und Frieden künftig bedroht seien. mehr

Saarländer schnarchen und singen am meisten

BERLIN. Die Saarländer sind deutsche Meister im Schlaflieder-Singen: 28 Prozent praktizieren dieses Ritual regelmäßig für ihre Kinder. Das zeigt der "Beurer Schlafatlas", der bundesweit die Schlafqualität untersucht. Dabei steht das Saarland in der Gesamtplatzierung sehr gut da - nur in Bremen und in Rheinland-Pfalz schlafen die Einwohner besser als hierzulande. Einsame Spitze sind die Saarländer wiederum im Schnarchen. 23 Prozent gaben an, dass sie nachts oft "sägen" (Bundesschnitt: 17 Prozent). Dagegen sind Nacktschläfer eher selten anzutreffen. Nur sechs Prozent der Saarländer gehen textilfrei ins Bett, bundesweit tun es zehn Prozent. von afp/kojmehr

Hartz-IV-Empfänger im Saarland werden seltener bestraft

Saarbrücken. Im Saarland verhängen die Jobcenter seltener Strafen wegen Hartz-IV-Verstößen als in allen anderen Bundesländern. Das ergab eine Recherche des Redaktions-Netzwerks Correctiv.org. Während im Saarland nur 2,3 Prozent der Hartz-IV-Empfänger mit Sanktionen belegt werden, sind es in Berlin 4,7 Prozent. Die Regionaldirektion Saar der Bundesagentur für Arbeit geht davon aus, dass die Saarländer gesetzestreuer sind. von Sz-Redakturmatthias Zimmermannmehr