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Verteidigungsausschuss
Disziplinarverfahren gegen Vorgesetzte von Soldat Franco A.

Ursula von der Leyen kommt zur Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestages. Foto: Michael Kappeler
Ursula von der Leyen kommt zur Sitzung des Verteidigungsausschusses des Bundestages. Foto: Michael Kappeler FOTO: Michael Kappeler
Berlin (dpa) - Der Verteidigungsausschuss des Bundestags beschäftigt sich heute erneut mit der Affäre um den terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A. und rechtsextremen Umtrieben in der Truppe. dpa

Berlin (dpa) - Die Bundeswehr hat im Zuge der Affäre um den rechtsextremen Oberleutnant Franco A. Disziplinarverfahren gegen zwei frühere Vorgesetzte des mittlerweile inhaftierten Soldaten eingeleitet. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Verteidigungsausschusses.

Der Spiegel berichtete zunächst über die Ermittlungen. Die Verfahren richten sich dem Magazin zufolge gegen den Chef des Streitkräfteamts und den damaligen Rechtsberater. Ihnen wird vorgeworfen, Dienstpflichten verletzt zu haben, weil sie 2014 konkrete Hinweise auf die rechtsextreme Gesinnung von Franco A. nicht an den Militärischen Abschirmdienst (MAD) weiterleiteten. Eine rassistische Masterarbeit hatte für den Soldaten keine Folgen.