Völklingen | 28. November 2015 | Autor: Angelika Fertsch

Streusalzlager ist randvoll: Der Winter kann kommen

In Vöklingen haben die städtischen Dienste alle Vorbereitungen für einen winterlichen Kälteeinbruch getroffen. Der Streusalzvorrat ist aufgefüllt, Wasserrohre sind geleert. Aber auch die Rossler haben sich gewappnet.


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Für Uwe Heckmann kann der Winter kommen: 500 Tonnen Salz lagern im Silo des städtischen Bauhofs in Geislautern, berichtet der Leiter des städtischen Fuhrparks, der auch für den Räumdienst verantwortlich ist. Genug, um die Stadt Völklingen anderthalb bis zwei Wochen lang schnee- und eisfrei zu halten, schätzt Heckmann. Auch bei einem extremen Wetterumbruch. Die gleiche Menge lagere abrufbereit beim Lieferanten. An Grenzen stoße man, wenn der Weltmarkt leer gekauft sei. Zur Erinerung: Im harten Winter vor fünf Jahren hatte der Völklinger Bauhof 860 Tonnen im Vorfeld eingelagert, 650 Tonnen rasch nachbestellt. Das beauftragte Unternehmen konnte jedoch anfänglich nur noch 50 Tonnen liefern.

Auch die sechs Fahrzeuge des Fuhrparks sind am Start. Sie wurden bereits von den Mitarbeitern der Kfz-Werkstatt und der Schlosserei umgerüstet und mit Winterreifen ausgestattet – laut interner Anweisung, sagt Heckmann, müssen sie ab dem 1. November wintertauglich sein. Der Unimog, der im Winter vor allem auf Kopfsteinpflaster und in steilen Lagen eingesetzt wird (punktuell etwa in Fürstenhausen oder Ludweiler), schneidet im Sommer Hecken mit einer aufgesetzten Spezialschere. Drei der Fahrzeuge haben einen absetzbaren Container. Sie werden im Winter zu Streufahrzeugen umgerüstet, ebenso wie Kranwagen und Kipper.

Wird es wegen Krankheit und Urlaub personell eng, müssen auch schon mal Mitarbeiter aus Schlosserei und Kfz-Werkstatt hinters Steuer – ähnlich wie in Großrosseln auch. In Fußgängerzonen und auf Überwegen, wo die großen Maschinen nicht hin gelangen, kommen die Handstreuer aus Heckmanns Team zum Einsatz, neun sind es an der Zahl. Zu den Aufgaben des Teams aus der Schlosserei gehört auch, die Brunnen in der Stadt winterfest zu machen. Das Wasser wird abgestellt, damit kein Rohr einfriert. Auf den Fiedhöfen, das berichtet Tobias Noll, Leiter des städtischen Grünamtes, wurde das Wasser auch schon abgestellt. „Die Armaturen frieren ein, wenn es unter ein Grad minus wird.“ Noll und sein 42-köpfiges Team („die Saisonarbeiter sind im Winterschlaf“) arbeiten auch auf die kalte Saison hin: Bäume werden beschnitten oder neu gepflanzt, da wo sie eingegangen sind oder gefällt werden mussten. Gerade hätten seine Leute eine Hainbuche in Säulenform unterhalb der Karolinger Brücke am Straßenrand der B 51 gesetzt, verrät Noll. Immer noch sammeln die Mitarbeiter Laub ein wie zuletzt im Kirschenwäldchen oder auf dem Ehrenfriedhof. Und: Es muss sogar noch gemäht werden. Wegen personellen Engpasses sind diese Arbeiten noch nicht abgeschlossen, sagt Noll. „Vor allem die Flächen, in denen Zwiebeln wie etwa Krokusse oder Osterglocken ruhen, müssen kurz geschnitten werden. Sonst sieht man die Blumen nicht im Frühjahr.“

Auch in der Nachbargemeinde Großrosseln ist man für den Winter gewappnet. Bereits im Oktober hat der Gemeinderat einen Reparaturauftrag vergeben. Für 13 566 Euro sollen Straßen mit einem so genannten Riss-Abdeck-Verfahren behandelt werden. Damit können Winterschäden, entstanden durch eindringendes Wasser, abgewendet werden. Und im Bauhof auf der ehemaligen Tagesanlage Warndt warten zwei Streufahrzeuge auf ihren Einsatz. Das eigene Silo hat Platz für 25 Tonnen Streumaterial. Doch größere Mengen Streusalz holen sich die Rossler in Völklingen ab, so sieht es die Vereinbarung zwischen den beiden Kommunen vor.

Zurück zu Uwe Heckmann. Er informiert sich täglich über das Wetter. Ein Dienst schickt morgendlich die Daten per Mail ins Büro. „Wir sind gerüstet“, sagt er.









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